Meist wird die Frage gestellt “Ihr seid nen Elferrat? Dann kommen sicherlich nur elf Leute, oder? Bei uns ist dann oft die Antwort, dass wir doch eher mehr sind, und die Fragen werden weiter gestellt. Warum heißt denn nun der Elferrat, Elferrat? Historisch betrachtet, hat der Elferrat eine politische Dimension gehabt. Die Elf ist nämlich nicht nur eine närrische Zahl, abgeleitet vom offiziellen Karnevalsbeginn am 11.11., sondern steht auch für das Motto der französischen Revolution „Egalité, Liberté, Fraternité“ (wobei die Reihenfolge der Wörter verändert wurde). E für Egalité, L für Liberté und F für Fraternité.
Als das linksrheinische Deutschland zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Napoleons Truppen besetzt war, bekamen die Bürger (bei allen sonstigen Einschränkungen) ein Mehr an politischen Freiheiten. Mit der militärischen Niederlage Frankreichs wichen diese Freiheiten erneut der preußischen Restauration. Der Elferrat war dann in diesem Sinne ein Bekenntnis für die verloren gegangenen „demokratischen“ Rechte – und das unter dem Deckmantel karnevalistischer Narretei.
Der Elferrat hat vor allem heute die Aufgabe den Verein in möglichst vielen Belangen zu Unterstützen und zur Seite zu stehen. Gemeinsam mit dem Vorstand und den Aktiven repräsentiert der Elferrat den Verein nach innen und außen. Sichtbar wird dies durch die Elferratskappe und dazugehörigen Elferratsorden. Nicht nur während der Session trifft sich der Elferrat, sondern trifft sich auch zum gemeinsamen Stammtisch.
Berüchtigt ist der Elferrat auch für seine Touren. Es ging nach Leiwen an die Mosel. Die Stimmung war super, die Abende lang und die Tage recht kurz. Danke, an alle die dazu beigetragen haben. In die nun folgende Session treten wir in voller Mannstärke an, kein Elferrat hat in diesem Jahr eine besondere Aufgabe, sodass wir seit vielen Jahren, endlich mal “alle Mann” unterwegs sein werden.